"Kopf hoch" - Leben mit Krebs - St. Johannes BO-Wattenscheid-Leithe

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"Kopf hoch" - Leben mit Krebs


"Gott kann machen, dass das Falsche zum Besseren wird, als das Richtige gewesen wäre ..."


Gemeinsam gegen Krebs - da geht mehr!

In unserer Gemeinde gibt es nun schon seit fast zwei Jahren einen Aktionskreis für Menschen, die von Krebs betroffen sind, sowie für Angehörige und Freunde von Erkrankten und für alle Interessierten. Der „Aktionskreis Kopf hoch“ trifft sich regelmäßig in Räumen unseres Gemeindezentrums, etwa alle vier bis sechs Wochen.                              

Nächste Termine:


17.09.2017  Das Pflegestärkungsgesetz 2

29.10.2017 Treff

26.11.2017  Rückblick, Vorschau und gemüt-liches Beisammensein

Die weiteren Themen folgen in Kürze


EINLADUNG

Sonntag, 17. September 2017, 15:00 Uhr


Thema: Das Pflegestärkungsgesetz 2


Treffpunkt: Kath. Pfarrheim
Bochum-Leithe, Kemnastraße 14

Ansprechpartner bei Rückfragen:
Martina Wagner-Tondorf
(Arzthelferin/Onkologische Kosmetikerin)
Kontakt. 0178/ 98 08 488
Das Pflegestärkungsgesetz 2 (17.09.2017)

Die Bundesregierung hat die Pflegeversicherung mit verbesserten Leistungen für Pflegebedürftige umfassend reformiert. Mathias Skwara, Sozialarbeiter im Marienhospital Gelsenkirchen, wird am 17. September 2017 einen Überblick über die wichtigsten Änderungen geben.

Durch das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) gelten seit Anfang 2017 grundlegende Veränderungen und Verbesserungen im Pflegesystem für Pflegebedürftige, Angehörige sowie Pflegekräfte. Eckpfeiler des Gesetzes ist die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, der sich stärker an den Bedürfnissen jedes einzelnen Menschen, an seiner individuellen Lebenssituation und an seinen individuellen Beeinträchtigungen und Fähigkeiten orientiert. Die Begutachtungskriterien wurden verändert (Wem steht welcher Pflegegrad zu?) und die bisher angewandten Pflegestufen 1-3 durch die Pflegegrade 1-5 ersetzt. Auch der Leistungsumfang der einzelnen Pflegegrade (Was steht mir bei welchem Pflegegrad zu?) wurde neu definiert.

An Demenz Erkrankte erhalten mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff den gleichen Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung wie Pflegebedürftige mit körperlichen Einschränkungen.

Rückblicke

Fotos (19) © Detlef Gillmeister
Das Palliativnetz Gelsenkirchen und der palliativmedizinische Konsiliardienst
Frau Grünke vom Palliativnetz Gelsenkirchen berichtete am 06.08.2017 über das Palliativnetz und den palliativmedizinischen Konsiliardienst.

Gemeinsam hat das Palliativnetz das Ziel, schwerstkranke und sterbende Menschen mit ihren Angehörigen zu begleiten. Die vorrangige Zielperspektive der Palliativ- und Hospizarbeit besteht darin, schwerstkranken Patienten mit nur noch kurzer Lebenserwartung die letzte Lebensphase in der häuslichen Umgebung zu ermöglichen

Die Notwendigkeit einer palliativen Versorgung ergibt sich insbesondere bei weit fortgeschrittenen Krebserkrankungen, aber auch beim Vollbild der HIV-Erkrankung (AIDS), bei Erkrankungen des Nervensystems mit unaufhaltsam fortschreitenden Lähmungen sowie bei Endstadien chronischer Herz-, Lungen-, Leber und Nierenerkrankungen.

Voraussetzung für ein „ganzheitliches“ Versorgungskonzept ist die qualifizierte Arbeit von Ärzten, Pflegepersonal, Sozialarbeitern, Psychologen und Seelsorgern sowie ehrenamtlichen Mitarbeitern. Entscheidend ist dabei neben der Qualifikation der Beteiligten insbesondere die „multi-professionelle Kooperation“ dieser Berufsgruppen in einem funktionellen Netzwerk, welches die zur Palliativversorgung erforderlichen Maßnahmen der Behandlung, Betreuung und Begleitung patientenzentriert koordiniert. Die zentrale Rolle in diesem Netzwerk fällt den Hausärzten und den spezialisierten Palliativ- und Grundpflegediensten zu. Diese werden unterstützt von Fachärzten, palliativmedizinisch qualifizierten Ärzten und Hospizdiensten. Weitere Partner des Netzwerks sind physiotherapeutische Einrichtungen, psychosoziale Beratungsstellen, Apotheken und Sanitätshäuser sowie stationäre Versorgungseinrichtungen, insbesondere Palliativstationen, Hospize und Pflegeheime.

Im fortgeschrittenen Stadium einer Erkrankung treten immer wieder Beschwerden auf, die den schwerkranken Menschen und seine Angehörigen oft unsicher und ratlos machen. Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Angst und Unruhe können mit der Erfahrung eines multiprofessionellen Teams im medizinischen, pflegerischen, psychosozialen und spirituellen Bereich behoben oder gelindert werden.

Angehörige oder nahe stehende Personen werden in die Betreuung einbezogen und auch bei der Trauerarbeit unterstützt. Sterben und Tod werden als Teil des Lebens akzeptiert, der Tod wird weder beschleunigt noch hinausgezögert.

Entspannungstechniken/-übungen
Frau Sarah Wischniewski, Ergotherapeutin, Gymnastiklehrerin und Gesundheitspädagogin beim Medicos Auf Schalke, berichtete am 18.06.2017 über die verschiedenen Entspannungsmethoden, die die Lebensqualität von Krebspatienten in Therapie und Nachsorge erhöhen und den Körper und das Vorstellungsvermögen beeinflussen. Alles, was Anspannung, Angst und Verkrampfung lindert, kann Krebspatienten dabei helfen, ihre Erkrankung besser zu verarbeiten und die täglichen Anforderungen ihrer Behandlung möglichst gut zu bewältigen.

Entspannungstechniken wie das Autogene Training, die Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobsen sowie Visualisierungsübungen und Meditation sind Verfahren zur Stärkung der eigenen Energien, der eigenen Kraft, der eigenen Ressourcen und haben daher eine sehr breite Anwendung und können bei entsprechender Übung erfolgreich eingesetzt werden. Durch theoretische und praktische Übungen sollen hierbei die Verbesserung des Wohlbefindens, die Reduktion von Übelkeit und Stress, mehr Lebensqualität, die Reduzierung von Depressivität und psychischer Belastung, die Aktivierung der Körperwahrnehmung, die Förderung der Konzentrationsfähigkeit, die Reduzierung der Angstgefühle und die Schmerzbewältigungsfähigkeit gefördert werden.

Foto © Detlef Gillmeister
Foto © Detlef Gillmeister
Foto © Detlef Gillmeister
Hausführung Lukas Hospiz Herne
Am 07.Mai 2017 waren wir zu Gast im Lukas Hospiz in Herne. Bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Haus erläuterte dessen Leiterin Frau Anneli Wallbaum, dass hier todkranke Menschen ihre letzten Tage verbringen, betreut von Pflegepersonal und, wenn gewünscht, im Kreise ihrer Angehörigen. Das Lukas Hospiz ist hell und offen gestaltet, mit Böden aus Naturstein und großen Fenstern. Da kommt ein Gefühl wie in vielen Krankenhäusern gar nicht erst auf. Das einzige, was den Tod ins Gedächtnis ruft, ist der „Baum der Erinnerung“: An ihm hängen verschieden farbige Holzblätter. Die darauf stehenden Namen erinnern an die Verstorbenen.

Die Hospiz-Betreuung beinhaltet eine ganzheitliche Zuwendung an Patienten mit weit fortgeschrittener Erkrankung und sehr begrenzter Lebenserwartung – ausschließlich in der letzten Lebensphase. Im Gegensatz zur Palliativ Versorgung ist hier ein würdevolles Sterben ohne Reanimation oder Intensivtherapie gegeben. Dabei sind jedoch die notwendige optimale Pflege, die Schmerztherapie und die psychosoziale Begleitung zu jeder Zeit gewährleistet.

Zehn Zimmer gibt es für die Patienten. Für die Angehörigen sind daran anschließend kleine Gästezimmer vorhanden.

Bei Kaffee und Kuchen stellte Frau Wallbaum sich unseren Fragen und Vorurteilen und erklärte uns die Zielsetzung des Hospizes, sowohl den Sterbenden als auch den Angehörigen den Abschied zu erleichtern. Dabei stehen die Wünsche der „Gäste“ an erster Stelle.

Die Philosophie im Lukas Hospiz ist:
Sterben als Teil des Lebens – menschenwürdig, weitgehend beschwerdefrei, entscheidungs- und gestaltungsfähig zu ermöglichen.

Foto © Detlef Gillmeister
Foto © Detlef Gillmeister
Foto © Detlef Gillmeister
Foto © Detlef Gillmeister
Foto © Detlef Gillmeister
Foto © Detlef Gillmeister
Meine maßgeschneiderte Chemotherapie
Frau Dr. Becker-Scharfenkamp, Apothekerin im Marienhospital Gelsenkirchen, berichtete über die Herstellung und Wirkungsweise von Zytostatika (Mittel zur Krebstherapie).
Zum Behandeln von Krebs kommen bei einer Chemotherapie verschiedene Zytostatika in Frage. Welches Arzneimittel im Einzelfall verwendet wird, hängt unter anderem von der Art der Krebserkrankung ab. Zytostatika sorgen dafür, dass die Teilung, sowie das unkontrollierte Wachstum von Tumorzellen gehemmt werden und die Zellen absterben.
Die Zytostatika werden direkt vor der Anwendung individuell in einem speziellen Labor zubereitet, das sowohl Produkt- als auch Personenschutz garantiert. Aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten und Ausstattungen beliefert die hauseigene Apotheke des Marienhospitals Gelsenkirchen auch weitere Krankenhäuser mit Zytostatika.

Wellness und Krebs – was gibt es zu beachten?
Frau Martina Wagner-Tondorf, Arzthelferin/Onkologische Kosmetikerin stellte die verschiedenen Wellnessmöglichkeiten vor, die auch für Krebserkrankte zur Anwendung kommen können und wies auf Unverträglichkeiten hin, bei denen man den Arzt zu Rate ziehen sollte.
Die Teilnehmer konnten sich über die Hot-Stone-Massage, die Kräuterstempelmassage, die Bambusmassage und die Ohrkerzenmassage informieren und hatten die Möglichkeit, die Wirkung eines Paraffinbades auszuprobieren

Strahlentherapie
Dr. med. Oliver Schneider, Strahlentherapeut im Strahlentherapiezentrum Emscher Lippe, berichtete am 22.Januar 2017 über die verschiedenen Arten der Bestrahlungstherapien. Da für die meisten Menschen Strahlen etwas Unheimliches oder Bedrohliches sind, erfuhren sie bei diesem Vortrag, wie die Strahlentherapie wirkt, wie der Ablauf einer Bestrahlung ist und welche Nebenwirkungen es gibt. Außerdem berichtete Dr. Schneider über Neuigkeiten und die Entwicklung in der Strahlentherapie. Fotos (2): © Gillmeister
Rückblick, Vorschau und gemütliches Beisammensein
Zum Jahresabschluss am13.November 2016 wurde bei einem gemütlichen Beisammensein mit einem Bildervortrag ein Rückblick auf die vergangenen Veranstaltungen des Jahres und eine Vorschau auf die zukünftigen Aktionen gegeben. Hierbei sollten auch die Betroffenen erreicht werden, die den Aktionskreis noch nicht kannten. Fotos (2): © Gillmeister

Schmerzen bei Krebs

Dr. Marx, Schmerztherapeut und Oberarzt im Marienhospital Gelsenkirchen informierte am 25. September 2016 über Schmerzen im Allgemeinen und die moderne Schmerztherapie bei Krebserkrankungen. Dr. Marx gab hier einen Überblick über die Möglichkeiten der gezielten Behandlung von Krebsschmerzen, die auch eine Erhaltung der Lebensqualität beinhaltet.

Sport und Bewegung trotz Krebs!
Sporttherapeutin Oxana Bely hat mit uns am 07.August 2016 individuelle Übungen durchgeführt, die auf die verschiedenen Krebsarten und die unterschiedlichen Gesundheitszustände abgestimmt waren.

Krebstherapie und die Auswirkung auf die Haut und Hautanhangsgebilde!
Martina Wagner-Tondorf, ausgebildete onkologische Kosmetikerin und Hautpflegeexpertin, gab am 12.Juni 2016 wertvolle Tipps zur Haut- und Nagelpflege während einer Chemo- bzw. Strahlentherapie.

Ernährung bei einer Krebserkrankung!
Antje Neumann, Dipl. Oekotrophologin und Ernährungscoach hat uns am 22.Mai 2016 mit vielen Hinweisen, Tipps und praktischen Hilfen aufgezeigt, wie man bei einer Krebserkrankung durch angepasste Ernährung das Allgemeinbefinden verbessern, Nebenwirkungen lindern und trotzdem die Freude und den Genuss am Essen erhalten kann.

Rehabilitation, häusliche Versorgung und soziale Unterstützung!
Mathias Skwara, Sozialarbeiter im Marienhospital Gelsenkirchen, informierte im März 2016 über die Möglichkeiten einer Krebs-Anschlussheilmaßnahme/Reha. Außerdem berichtete er über Patienten-Verfügungen und Versorgungs- und Unterstützungsmaßnahmen bei einer Krebserkrankung.

Ambulanter Hospizverein Wattenscheid
Frau Müller-Ovelhey Leiterin des ambulanten Hospizverein Wattenscheid hat am 28. Juni 2015 über die Aufgaben und Tätigkeiten des Hospizverein berichtet.

Auf den Spuren der Hoffnung
Gemeinsam mit Frau Anke Wolf, Gemeindereferentin unserer Gemeinde St. Johannes Leithe, gingen wir am 15.November 2015 auf Entdeckungsreise, auf Spurensuche. "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen." (Emanuel Kant)

Fotos: © Jutta Luzzi und © Martina Wagner-Tondorf
Schmerzen bei Krebs © Detlef Gillmeister
Schmerzen bei Krebs © Detlef Gillmeister
Schmerzen bei Krebs © Detlef Gillmeister
Schmerzen bei Krebs © Detlef Gillmeister
Fotos: Sport und Bewegung © Jutta Luzzi
Fotos: Sport und Bewegung © Jutta Luzzi
Fotos: Sport und Bewegung © Jutta Luzzi
Fotos: Sport und Bewegung © Jutta Luzzi
Fotos: Hautpflegetipps © Jutta Luzz
Fotos: Hautpflegetipps © Jutta Luzz
Fotos: Hautpflegetipps © Jutta Luzz
Fotos: Hautpflegetipps © Jutta Luzz
Ernährungsvortrag © Martina Wagner-Tondorf
Ernährungsvortrag © Martina Wagner-Tondorf
Ernährungsvortrag © Martina Wagner-Tondorf
Ernährungsvortrag © Martina Wagner-Tondorf
Fotos: Sporttag 2015 © Martina Wagner-Tondorf
Fotos: Sporttag 2015 © Martina Wagner-Tondorf
Fotos: Sporttag 2015 © Martina Wagner-Tondorf
Fotos: Sporttag 2015 © Martina Wagner-Tondorf
Vortrag über Fatigue - Foto © Jung
Kirchenführung - Foto © Jung
Vortrag über Fatigue - Foto © Jung
Kirchenführung - Foto © Jung


© „Aktionskreis Kopfhoch“, Detlef Gillmeister


Kontakt:
Martina Wagner-Tondorf, Tel.: 0178/ 98 08 488

Anfahrt:
Das Gemeindehaus ("Pfarrheim") St. Johannes liegt an der Kemnastr.14 in Bochum-Wattenscheid-Leithe, nahe Essen - Kray und GE - Ückendorf und nahe an der B 227, Abfahrt Gelsenkirchen - Süd der A 40. Mit dem Bus zu erreichen ab Gelsenkirchen Hbf, Wattenscheid Bf und Wattenscheid - Höntrop Bf, Linie 389 bis "Leithe, Gelsenkirchener Str.", an der Ampel / Apotheke in die Kemnastr. einbiegen und dann ca. 300 m Fußweg.
Die redaktionelle Verantwortung für diese Unterseite obliegt dem Aktionskreis "Kopf hoch". Die meisten Fotos stammen von Herrn Gillmeister und Frau Wagner-Tondorf. Wegen Bildrechten bitte ggf. beim Aktionskreis nachfragen.
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